
„Wann kommt die neue Infrastruktur für unsere Industrie?“ war das Thema des hybriden CarbonCycleCultureClubs (C4) am Donnerstag, 23. April 2026 von 18 bis etwa 21 Uhr im Industrie- und Filmmuseum Bitterfeld-Wolfen. Im Fokus der sehr gut besuchten Veranstaltung stand die Infrastruktur, die die Industrie benötigt, um wettbewerbsfähig und klimaneutral am Standort Deutschland und insbesondere im Mitteldeutschen Revier produzieren zu können.
Moderiert wurde die Veranstaltung vom Vorstand des Forum Rathenau und Geschäftsführer des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen Patrice Heine und von der Geschäftsführerin der EWG Anhalt-Bitterfeld Elena Herzel. Zu Gast waren:
- Dr. Dirk Flandrich, Geschäftsentwicklung & Nachhaltigkeit // Business Development & Sustainability, GASCADE Gastransport GmbH
- Dr.-Ing. Fabian Neumann, PyPSA Developer, Researcher in Energy Systems at Technische Universität Berlin
- Dr. Martin Chaumet, Scientific Director der beventum GmbH und Innovationsmanager bei der SPRIN-D
- Matthias Kunath, Geschäftsführer der enviaTHERM GmbH
- Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH
Der CarbonCycleCultureClub (C4) im Mitschnitt
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Mehr InformationenPatrice Heine betonte nach der Begrüßung von Elena Herzel, dass die Infrastruktur am Standort schon seit 130 Jahren für die Industrie von großer Bedeutung ist. Bei der Transformation spiele die Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Die Energieinfrastruktur sowie sämtliche Infrastrukturen sind ausschlaggebend für die gesamte Chemieindustrie. „Wir haben heute Gäste eingeladen, mit denen wir genau das Thema diskutieren wollen, denn, das spüren wir alle. Wir verlieren an Tempo“, sagte der Chemieparkgeschäftsführer zu Beginn der Veranstaltung. „Wir verlieren den Fokus. Und wenn irgendetwas Gift ist für die Wirtschaft, dann ist es, wenn die Sicht nach vorne eingeschränkt ist.“

Elena Herzel stellte zunächst Dr. Dirk Flandrich vor, der als Programmleiter von „Flow – making hydrogen happen“ bei der GASCADE Gastransport GmbH tätig ist. „Flow – making hydrogen happen“ ist der Name des Projekts, das bereits seit 2025 ein Pipelinesystem für grünen Wasserstoff von über 400 Kilometern bereitstellt. Ein weiterer Ausbau bis Baden-Württemberg ist ab 2029 geplant. In einem ersten Schritt wurden bereits bestehende Erdgasleitungen auf Wasserstoff umgestellt. Der erste Abschnitt von Lubmin an der Ostsee bis Bobbau ist bereits fertiggestellt und seit Dezember vergangenen Jahres mit Wasserstoff befüllt. Somit endet die Wasserstoffversorgung derzeit kurz vor dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen.
„Wir haben eine Leitung von der Ostsee bis hier in Bobbau bereits umgestellt. Es ist Wasserstoff drauf. Es muss sich nur jemand anschließen“, sagte Dr. Flandrich.

Den Wissenschaftler im Fachgebiet Digitale Transformation in Energiesystemen an der Technischen Universität Berlin (TUB) Dr.-Ing. Fabian Neumann stellte die Geschäftsführerin der EWG Anhalt-Bitterfeld als nächstes vor. Neumann präsentierte eigene Modellberechnungen für ein klimaneutrales europäisches Szenario mit dem Open-Source Energiesystemmodell PyPSA-Eur. Er stellte dazu die Frage, wie viel Wasserstoff wir aus welchen Regionen benötigen. Bei den Berechnungen zeigte sich, dass das stark von der gewählten Import- und Carbon-Management-Strategie abhängt. Außerdem erläuterte er, welche Einsparungen Netze für Strom, Wasserstoff und CO₂ ermöglichen. Wenn also mehrere Infrastrukturen ermöglicht werden, würden Kostenersparnisse von 5,3 Prozent möglich. Das klingt erstmal wenig, so Neumann, aber wenn man sich dann die absoluten Werte anschaut, dann sind das immer noch mehrere 10 Milliarden Euro, die dadurch eingespart werden können.
Als weitere Podiumsgäste begrüßte Moderatorin Elena Herzel außerdem Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH, Matthias Kunath, Geschäftsführer enviaTherm und digital zugeschaltet Dr. Martin Chaumet Innovationsmanager bei der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) und wissenschaftlicher Geschäftsführer der beventum GmbH, der Höhenwindradtochter der SPRIN-D.
Patrice Heine kam nach den Impulsen darauf zu sprechen, dass voraussichtlich noch weitere strategische Planungen in die zukünftige Infrastruktur fließen müssten und insbesondere auch in Bezug darauf, dass diese kosteneffizient sein müsse, um auch genutzt zu werden. Besonders habe ihn beeindruckt in diesem Zusammenhang, (…) „dass wir direkt vor der Haustür Wasserstoff anliegen haben“, sagte Heine. „Wasserstoff, der eben im Rahmen des Kernnetzes die Zukunft bieten soll, auch für die chemische Industrie“.

Er fragte Matthias Kunath als Vertreter des lokalen Netzbetreibers sowohl für Energienetze als auch für das Gasnetz. „Wann werden wir denn eine Leitung sehen von der envia oder der enviaTherm, die es uns erlaubt, Wasserstoff aus dem Kernnetz in den Chemiepark nach Bitterfeld-Wolfen zu bringen?“ Kunath berichtete von dem einst geplanten Wasserstoffnetz „Green Bridge Netz“. Es sei auch geplant gewesen, in Bitterfeld eine Elektrolyse zu bauen am Standort der envia, der Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD-Anlage) sowie 45 Kilometer neues Gasnetz, 100 Kilometer umzustellen und hier den Chemiepark und die Region zu versorgen. Fördermittel seien so gut wie sicher gewesen, bis zu 40 Prozent Invest-Zuschuss. Zum damaligen Zeitpunkt, vor 1,5 Jahren, sei das Kundeninteresse jedoch nicht da gewesen und das Projekt deshalb leider eingestellt worden. – Trotz attraktiver Preise, so Kunath: 8,50 oder 8,60 Euro für das Kilo reinen grünen Wasserstoff. Die grundlegende Frage sei daher: „Wie schaffen wir die Anreize bei den Kunden, den doch deutlich höheren Preis gegenüber Erdgas heute zu bezahlen“, sagte der enviaTherm Geschäftsführer. Die Preisdifferenz ist immer noch zwischen 150 und 200 Euro die Megawattstunde. „Das ist im Moment das Problem, wenn wir hier regional Wasserstoff erzeugen“, erläuterte er. „Ich kann Ihnen deshalb noch nicht genau sagen, wann wir das Projekt wieder aufnehmen werden“, sagte Kunath auf die Frage des Chemiepark-Geschäftsführers. „Es wird teurer werden“, sagte Dr. Flandrich. Das alte Kostenniveau könne wohl nicht mehr erreicht werden. Wichtig sei allerdings, auch im internationalen Vergleich die Bedingungen anzugleichen, meinte er.
„Können wir eine Transformation schaffen, indem wir sie besonders planvoll oder ganzheitlich angehen, oder glauben Sie, dass das eher das Thema ist von einzelnen kleinen Projekten? Was ist der Schlüssel aus der Starre herauszukommen, in der wir uns im Moment befinden, abgesehen von dem Wasserstoffkernnetz?“, fragte Patrice Heine.
„Bei allen Energieträgern, bei denen wir vom Ausland abhängig sind, haben wir hervorragende Infrastruktur“, meinte Jörn-Heinrich Tobaben. Wir haben Gas und wir haben Öl. Die Russen haben angekündigt den Transit zur Raffinerie Schwedt zu unterbrechen. In Leuna wurde innerhalb weniger Wochen auf eine Ölversorgung auf den Westen umgestellt nach dem Ukrainekrieg. „Das ist großartig, aber es ist ein schwieriger Tag für Schwedt heute und das zeigt einmal mehr, dass wir nicht resilient sind mit unseren Systemen“, so Jörn-Heinrich Tobaben beim C4 in Bitterfeld-Wolfen. „Bei allen Themen, wo wir Energiesouveränität erreichen könnten, und auch Resilienz, da gehört Wasserstoff dazu. Da nehme ich ‚the Flow‘. ‚The Flow‘ ist fantastisch, Herr Flandrich. Ich bin so dankbar, dass es Ihr Projekt gibt. Das brauchen wir nämlich und wir sind endlich in Ostdeutschland mal vorne mit einem Thema. Mit ‚the Flow‘ ist Ostdeutschland vorne. Danke an Gascade.“ Die Verteilungsebene ist allerdings gar nicht geklärt. Es gibt kein Finanzierungsmodell.

„Wir müssen uns beim Wasserstoff sputen, wir müssen uns beim Thema CO₂ auch sputen“, sagte Jörn-Heinrich Tobaben.
Es läuft der Netzentwicklungsplan Erdgas und Wasserstoff. Da sind die Verteilnetzbetreiber mit am Tisch. Der Entwurf wurde veröffentlicht. „Wir hoffen, dass er nach den Sommerferien auch beschieden wird“, so Dr. Flandrich. „Das wäre dann der erste koordinierte Netzentwicklungsplan.“
„Wie werden die Kunden aus der chemischen Industrie künftig erreicht?“, fragte Patrice Heine. „Wir können das Projekt ‚Green Bridge‘ jederzeit aus der Schublade wieder herausholen“, sagte Kunath. „Das Projekt ist fertig“. Die Herstellungskosten für den Elektrolyseur seien damals sehr nach oben gegangen. Sie müssten wieder weiter fallen. „Das sehen wir im Moment noch nicht.“ Auch als Netzbetreiber sei zudem eine gewisse Investitionssicherheit erforderlich. „Wir sind privatwirtschaftlich geführte Unternehmen. Die brauchen eine gewisse Sicherheit,“ sagte Kunath. Auch bezüglich der Netzentgelte. Man gehe davon aus, dass 2028 dazu größere Klarheit bestehe, und es sei nicht ausgeschlossen, das Projekt dann wieder weiterzuverfolgen. Im Kundeninteresse würden jederzeit Leitungen gebaut, um den Kunden an die Wasserstoffleitungen anzuschließen.
„Wie haben wir das denn früher gemacht?“, fragte Patrice Heine. Früher sei ja auch Infrastruktur gebaut worden ohne, dass es eine Regulierung gab und sicherer war, wie hoch die Eigenkapitalverzinsung ist, und wie lange es dauert für die entsprechenden kapitalen Rückflüsse.
Zur Nachhaltigkeit gehörten drei Punkte, erläuterte Kunath: Das gesellschaftliche Interesse, das ökonomische Interesse und das ökologische Interesse. Das ökonomische Interesse sei derzeit noch nicht da. „Der Preisabstand zu alternativen Anwendungen ist noch so groß, dass das Kundeninteresse noch nicht da ist,“ sagte Kunath. „Wir müssen mehr Angebot an Wasserstofferzeugung ins System kriegen damit die Preise fallen. Dann entsteht automatisch auch das Interesse.“
Wir reden bei Infrastrukturen über den Zeitraum von vor 150 oder 100 Jahren, so Dr. Flandrich. „Da hatten wir integrierte Unternehmen. Wir hatten nicht den Netzbereich entflochten von der Erzeugung. Wir hatten auch verschiedene Energieträger im Konzern gehabt. Und wir hatten sie oft auch im staatlichen Eigentum. Die Stadtwerke waren durchweg in der Hand der Kommunen.“ Sämtliche größeren Infrastrukturen seien in staatlicher Hand gewesen. Jetzt ist das privatwirtschaftlich und wir haben es entflochten, sodass man nicht mehr alle Wertschöpfungsstufen konzernintern hat, erläuterte Dr. Flandrich.

„Persönlich bin ich dafür, dass monopolistische Infrastruktur immer in Staatshand gehört“, sagte Jörn-Heinrich Tobaben. „Das ist gerade nicht das Zielbild der Bundesregierung.“
„Wer ist alles im staatlichen Eigentum“, fragte Dr. Flandrich. „Wir im Moment. Das hilft uns natürlich. Deswegen gehen wir voran. Aber die ONTRAS doch auch. Wir haben schon beträchtliche Staatsanteile, aber nicht komplett. Das heißt, der Staat hilft mit.“
Es müsse sich trotzdem rechnen. Bei den 20 Milliarden für das Kernnetz ist der Subventionsanteil über die Zinsen, die man spare für die Zwischenfinanzierung, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau drei von den 20 Milliarden: „Die Netzentgelte holen das rein. Das ist der Plan,“ sagte Dr. Flandrich.
„Die Infrastruktur für die grüne Stromerzeugung ist da“, erläuterte Kunath. 2025 war der erzeugte Grünstrom ins Verhältnis gesetzt zum Letztverbraucherabsatz bei Mitnetz-Strom bei 160 Prozent in Sachsen-Anhalt. „Das Grünstromangebot ist da“, sagte Kunath. „Daran liegt es nicht. Es liegt an der Wertschöpfung, die dort aufsetzt. Und wie kommt der grüne Strom dann zur Anwendung, entweder der direkten Anwendung, der Umsetzung zu Wasserstoff oder zu anderen Derivaten daraus.“
Es ist ja dann tatsächlich so, dass wir 60 Prozent mehr grünen Strom erzeugt haben als wir generell Strom verbrauchen, fasste Patrice Heine noch einmal zusammen. Das ist ja dann eine gute Gelegenheit um über ihre Idee, die SPRIN-D-Innovation eines Höhenrades zu sprechen. „Wenn wir heute schon genug grünen Strom haben, den wir vor Ort nicht nutzen. Was wäre der Mehrwert, wenn wir über ein Höhenwindrad vielleicht effizienter noch mehr grünen Strom erzeugen?“, richtete Patrice Heine seine nächste Frage an Dr. Martin Chaumet. „Mit dem Höhenwindrad bekommen wir den Strom dahin, wo er gebraucht wird. Denn wir finden in der Höhe überall genug Wind, um zu vernünftigen Preisen Windstrom zu erzeugen.“ Wir wollen damit im Prinzip auch den Netzausbau vereinfachen.

Mit der richtigen Turbine könnten 35 bis 40 Gigawattstunden pro Höhenwindrad erzeugt werden. Das sei in der Auslastung zwischen 50 und 60 Prozent besser als bei herkömmlichen Windparks. Es würde zudem etwa die doppelte Energiemenge erzeugt. So könne jede Menge Netzausbau im Strombereich eingespart werden, erläuterte Dr. Chaumet. Insbesondere, da der Höhenwind überall in Deutschland zu finden ist. „Damit bringen wir den Strom dahin, wo er mit möglichst wenig Netz transportiert werden kann.“ Das hat auch eine wichtige soziale Komponente, denn am Ende werden Netzgebühren von der Mehrheit der Geringverdiener bezahlt. Da müsse man sich auch immer darüber klar sein. Wir haben derzeit ja auch wirklich eine sehr hohe räumliche Belastung von Leuten, die eigentlich nicht für Windräder sind. Dadurch, dass wir letztlich Standort unabhängig sind, könne man auch darüber nachdenken, diese Belastung etwas weiter zu verteilen. Wir können damit außerdem eine zweite Ebene in bereit existierende Windparks einbauen und damit sind wir auch deutlich schneller im Zubau, weil wir einen Teil der Infrastruktur wie unter anderem Wegebau nutzen können, erläuterte Dr. Chaumet.
In Schipkau, einer Gemeinde im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen, wird derzeit an einem Pilotprojekt dazu gearbeitet. Mitte Mai würden dort bereits 90 Meter Höhe erreicht, so Dr. Chaumet.
Wie würde sich so eine Idee bezüglich der Stromspeicherung auswirken, denn auch hier sei man ja begrenzt bezüglich der Einspeisung von Strom, aber auch der Ausspeisung, fragte Patrice Heine Matthias Kunath.
Kunath erläuterte, dass er sich um das Thema Speicher persönlich kümmere. „Wir haben den ersten Speicher vorletztes Jahr in Betrieb genommen bei uns im Chemiepark in Elsteraue und werden jetzt noch weitere in Betrieb nehmen“, sagte Matthias Kunath. Im Moment sei die Lithium-Eisenphosphat-Technologie state of the art, aber es werde der Feststoffspeicher kommen, und dann, werde es einen massiven Durchbruch geben: Es würden dann noch viel, viel mehr Speicher gebaut werden, meinte Kunath. Zum Pilotprojekt „Höhenwindrad“ sagte er: „Je höher wir gehen und die Vollaststunden erhöhen, desto attraktiver wird es auch für die Kunden, Grünstrom zu beziehen. Das ist eine schöne Entwicklung.“
Patrice Heine bedankte sich für den positiven Ausblick und fragte, wie das Netz aussehen müsse, das dann in der Lage ist diese Erzeugungsmenge auch aufzunehmen? Kunath erläuterte, dass es zwei Standorte gebe für die Erzeugung – entweder direkt an der Erzeugung oder direkt am Verbraucher.

Dr. Flandrich ergänzte, dass sich die gesamten Netzstrukturen im Strombereich ändern müssten, da sich die Größenordnungen geändert haben, da die Einspeisung nicht mehr in der Größenordnung eines Atomblocks stattfindet und viel dezentraler ist. Das sei die Herausforderung, die den Netzausbau auch so teuer mache.
Dr. Neumann stimmte zu und ergänzte, dass bei der Diskussion um Batteriespeicher oder Lithium-Eisenphosphat-Batterien es aus Netzsicht nicht so relevant sei an welchem Transformator diese angeschlossen sei. Aus Perspektive der Modellierung gebe es eine Varianz, solange das im Netz technisch machbar sei.
Es gehe um Standortfaktoren bekräftigte Dr. Flandrich. Diese änderten sich und richteten sich auch danach, wo die regenerative Energie herkomme. Man könne sich dabei nicht ausschließlich danach richten, wo bereits bestehende Industriestandorte sind.
Patrice Heine meinte das sei eine schwierige Botschaft für lange existierende Standorte, aber man müsse sicherlich künftig Standort scharf prüfen, welche Vorteile sich aus zukünftiger Sicht für einzelne Standorte ergeben.
Patrice Heine wandte sich noch einmal an Herrn Dr. Chaumet, mit der Frage, wie ein Projekt wie das Höhenwindrad sich möglicherweise auf die Verteilung mit den entsprechenden Schlüsseln zu Windkraftprojekten auswirken könne, beispielsweise auf die Frage, ob sich die Dübener Heide, einer der größten zusammenhängenden Wälder Mitteldeutschlands und im wesentlichen Naturpark, auch dann für Windkraftanlagen öffnen müsse, wenn künftig möglicherweise mit Höhenwindrädern effektiver Strom erzeugt werden könne.

Dr. Chaumet erwiderte, dass man je nach Berechnung der Abstandsflächen 60 bis 70 Prozent weniger Fläche bräuchte, würde die neue Windtechnologie umgesetzt. Man könnte dann auf jeden Fall Windparks einsparen und auch gemeinsam Druck aufbauen und die Höhenwindräder beispielsweise auch auf Industriestandorten bauen. Dr. Chaumet: „Wir sind nicht mehr von den Winden vor Ort abhängig.“ Zum Thema Batterie und Speicherung ergänzte er, dass es eine ganze Menge von Einreichungen gebe, die bei der SPRIN-D eingingen, die sich stärker aus der wirtschaftlichen Perspektive im Hinblick auf die Fertigungskosten mit dieser Thematik befassten.
Er ergänzte, dass es auch Überlegungen zu Hybridkraftwerken gebe: Höhenwind und PV. Dies kombiniert könne so viel Strom erzeugen, dass auch beispielsweise eine Chipfabrik oder ein Rechenzentrum gut mit Strom versorgt werden könnte. Da liege allerdings die Urheberschaft nicht bei der SPRIN-D, sondern bei Professor Großmann von GICON.
„Und gibt es da ein Pilotprojekt?“, fragte Patrice Heine. Dr. Chaumet: „Das ist, glaube ich, das Nächste, das wir versuchen, anzuschieben in dem Augenblick, wo das erste Höhenwindkraftwerk fertig ist.“
Aus dem Publikum wurde die Frage gestellt, ob das Höhenwindrad und Speicher in Konkurrenz zueinander stehen würden. „Nein, gar nicht“, erwiderte Dr. Chaumet. „Ein billiger Speicher ist eine wunderbare Ergänzung. Denn, wenn ich Höhenwind habe, reichen mir schon relativ kleine Speicherdauern.“

Elke Böckstiegel, Harmonia Logic aus Wittenberg fragte, ob das Höhenwindrad ein Businessmodell sein kann. Dr. Chaumet meinte, dass es in zwei Jahren bei einer richtig guten Entwicklung selbst bei Stückzahlen in der Größenordnung von 50 Stück möglich sein könnte, um die 60 Euro pro Megawattstunde Strom zu erzeugen an der Stelle, die man für das Höhenwindrad ausgesucht habe. Unter Umständen, wenn wir Glück haben, dann auch ohne zusätzliche Netzkosten oder mit geringeren Netzkosten.
Martin Böckstiegel fragte, ob in Deutschland die energieintensive Industrie noch zu retten sei. Patrice Heine meinte, er würde sich langsam mit einem differenzierten Blick an die Frage heranwagen: „Was, glaube ich, klar ist, ist, dass es durchaus Regionen in der Welt gibt, die CO₂-neutrale Energien deutlich günstiger bereitstellen können und damit auch gegebenenfalls energieintensive Produkte, gerade wenn sie vielleicht nicht darauf angewiesen sind, hohe Expertise im Fertigungsprozess aufzuweisen. Es gibt für die verschiedenen energieintensiven Produkte verschiedene Schritte in der Wertschöpfungskette, die dann tendenziell eher abnehmen in der Energieintensität. (…) In meinen Augen könnte das eine ganz gute Strategie sein, die die Industrie in Europa und Deutschland hält, indem man die energieintensiven Vorprodukte vielleicht importiert. Das kann Wasserstoff sein oder Wasserstoffderivate aber, dass man letztendlich Energie importiert.“
Dr. Chaumet ergänzte, er habe vor kurzem mit einem Start-up gesprochen, die sagten, sie könnten die letzten Prozessketten der Lithiumverfeinerung so flexibel bauen, dass sie in der Lage sind, geschürftes, teilverarbeitetes Lithium hier in Deutschland zu verarbeiten. Wenn das klappt, dann gebe es in der Tat die Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette umzukrempeln. Das seien genau die Beispiele, die sie suchten, weil dann nicht mehr derjenige, der das direkt vor Ort verarbeitet, alles in der Hand habe, sondern man dann flexibel reagieren könne.
Dr. Flandrich fragte: „Wie sieht das mit der Resilienz aus?“ Patrice Heine sagte das sei generell eine Frage sämtlicher Prozesse, ob in Deutschland die Grundstoffe, bei der Chemie die Grundchemie, hergestellt würde oder eher die Verarbeitung stattfinde. Er gehe davon aus, dass auch in Zukunft Energie und Stoffe in nicht unerheblichem Maße importiert werden würden.

Marco Langhof, Präsident der Arbeitgeber und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt, meldete sich aus dem Publikum zu Wort: „Ich habe einige Male tief Luft holen müssen und an mich halten müssen, weil ich glaube, dass hier Wirtschaft eher so als eine Komponente in dem Gesamtmodell betrachtet wird und das Primat der Wirtschaft ein bisschen ausgeblendet wird. Wer soll das alles bezahlen? Wie sollen die Wertschöpfungen eigentlich entstehen? (…) Wir haben hier in Mitteldeutschland 300.000 Arbeitsplätze in energieintensiven und besonders energieintensiven Bereichen.“ Er halte es für sehr wichtig an der Stelle, doch dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft Randbedingungen hat, bei der sie noch Wertschöpfung tun kann. „Ich denke, dass die Vernetzung, die Verflechtung größer werden muss, dass wir etwas haben müssen, wovon die Welt abhängig ist, oder wovon andere Länder abhängig sind, statt einfach nur zu sagen, wir müssen alles selbst machen – das funktioniert sowieso nicht. Und der Punkt, der jetzt für mich wichtig ist, ich bin der einzige Arbeitgeberpräsident in Deutschland, der aus der IT kommt. Wir reden über KI und über Energiebedarfe von KI. (…) An der Stelle bin ich komplett bei Ihnen, dass wir uns da nicht abhängig machen sollten. Die Frage: Wird das denn adressiert, oder ist das denn schon adressiert in den Modellen, die Sie da rechnen? Denn ich meine, das sind ja jetzt doch ganz wesentliche Beiträge zum Energieverbrauch, die auf uns zukommen werden.“
Patrice Heine: „Ich hatte das bisher nicht so wahrgenommen, dass wir das diskutiert haben vor dem Hintergrund, dass die Industrie sozusagen außen vor ist, sondern ganz im Gegenteil, die Fragestellung war ja, wie kommen wir zu einer transformierten Infrastruktur, die am Ende auch bezahlbar bleibt. Bezahlbar bleiben heißt ja, dass weiterhin Wertschöpfung entstehen kann – zum Wohle der Menschen, zum Teil eben auch zum Wohle des Kapitals. In diesem Sinne ist das hier auf jeden Fall diskutiert worden.“ Dabei sei nicht unerheblich, wo das künftig stattfinde, denn es müsse ja auch die Frage gestellt werden dürfen welches das günstigste System sei. Heine: „Denn wenn wir uns die Frage nicht stellen, dann – in anderen Regionen der Welt wird sie gestellt. Nämlich überall da, wo Dinge neu entstehen, ohne dass sie durch bestehende Strukturen zu stark gelenkt werden. Mit diesen treten wir ja zukünftig in der heilen Welt weiterhin in Wettbewerb. Es ist sozusagen keine Vorfestlegung, sondern es ist einfach nur die Frage danach, wie können wir die Betrachtung so fassen, dass wir im Wettbewerb, im globalen Wettbewerb, auch alle Dinge betrachten, die eben betrachtet gehören.“
Patrice Heine meinte außerdem im Hinblick auf die gesamte Diskussion: „Ich habe heute einen sehr positiven Eindruck gewonnen, was das Thema Speicher angeht. Herr Kunath war unfassbar zuversichtlich. Werden wir übrigens einen großen Speicher bekommen, der von envia gebaut wird im Chemiepark?“ Matthias Kunath antwortete: „Ich gehe stark davon aus.“ Patrice Heine fragte: „Würden Sie den hier heute ankündigen?“ Kunath sagte: „Wir sind auf dem Wege.“
Patrice Heine und Elena Herzel bedankten sich für die Diskussion. Am 21. Mai geht es weiter mit dem C4 zum Thema Grüne Chemie, so Elena Herzel, auch wieder hier am Standort.










Hintergründe der Diskussion zur Transformation der Infrastruktur der Energiewirtschaft und Chemieindustrie
Angesichts der Herausforderungen für die europäische Wettbewerbsfähigkeit wurden beim Gipfeltreffen der europäischen Staats- und Regierungschefs Ende März Maßnahmen für niedrigere Energiepreise und eine höhere Versorgungssicherheit diskutiert. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, erklärte dazu: „Es ist von größter Bedeutung, Europas Stärke zu sichern und weiter auszubauen. Diese Stärke beruht maßgeblich auf der industriellen Basis der EU. Gerade in der durch die Entwicklungen im Nahen Osten nochmals veränderten aktuellen geopolitischen Lage zählt deshalb vor allem eines: politische Verlässlichkeit. Dazu gehört es, den Weg der Diversifizierung bei der Gasbeschaffung, des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft, der Dezentralität der Stromerzeugung durch den Ausbau erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur sowie der Elektrifizierung von Industrie, Gebäuden und Verkehr konsequent weiter zu beschreiten. Dies ist der richtige Pfad hin zu mehr Resilienz und Versorgungssicherheit.“
Carsten Franzke, Geschäftsführer der Stickstoffwerke Piesteritz (SKW) und Vorstand des Forum Rathenau, hielt in einem Interview mit dem MDR dagegen: „Die Uhr tickt. Wenn sich hier nicht drastisch was tut in der Branche, ist mit der Wirtschaft in Europa und in Deutschland Schluss.“ Das liege auch an den politischen Rahmenbedingungen. „Die Bundesregierung hat laut und stark begonnen, aber schwächelt bei der Umsetzung“, so Franzke. Maßnahmen wie das Ende der Gasspeicherumlage brachten nur bedingt Besserung.
Die Chemieindustrie hat einerseits mit sehr hohen Energiepreisen zu kämpfen, andererseits wird eine neue Infrastruktur für die Stoffströme benötigt. Wird auf die fossile Rohstoffbasis verzichtet, brauchen die Unternehmen eine andere Rohstoffbasis, so der Chemieparkgeschäftsführer und Vorstand des Forum Rathenau Patrice Heine.
Viele Produkte, die wir häufig im Alltag verwenden wie zum Beispiel Kunststoffe, Farben, Lösemittel, Kosmetika und pharmazeutische Erzeugnisse werden derzeit zum größten Teil aus den fossilen Rohstoffen Mineralöl und Erdgas hergestellt. Der darin gebundene Kohlenstoff wird während der Produktion und am Ende des Lebensweges der Produkte meist in Form des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO₂) emittiert.
Aufgrund der Klimaschutzziele in Deutschland und der Europäischen Union sowie weltweit wird nicht nur die Energieversorgung nachhaltig umgestellt auf regenerative Energien, sondern es wird zugleich nach alternativen Kohlenstoffquellen wie Biomasse oder Kunststoffabfällen gesucht, um sie in die vorhandenen Wertschöpfungsketten der chemischen Industrie zu führen.
Grundchemikalien wie Ethylen, Propylen, C4-Produkte (u.a. Butene), Benzol, Toluol, Xylol, Methanol und Harnstoff stehen am Anfang der Wertschöpfungskette vieler Produkte. Aus ihnen können fast alle kohlenstoffhaltigen Produkte der chemischen Industrie synthetisiert werden. Ammoniak ist eine weitere wichtige Grundchemikalie, die zwar keinen Kohlenstoff enthält, für deren Produktion allerdings momentan fossiles Methan genutzt wird. Lassen sich diese Produkte komplett auf Basis von Biomasse, Kunststoffabfällen und abgeschiedenem CO₂ herstellen? Und woher stammt CO₂ als Rohstoff, wenn die Energiewelt komplett auf regenerative Quellen umgestellt wäre?
Infrastruktur wird nicht nur für die Energieversorgung benötigt, sondern auch, um beispielsweise die Chemieindustrie mit Rohstoffen zu versorgen.
„Am vorteilhaftesten wäre eine Kombination aus dem Ausbau von Strom- und Wasserstoffnetz“, erklärt Dr. Fabian Neumann vom Fachgebiet „Digitaler Wandel in Energiesystemen“ der TU Berlin. Dort wurde gemeinsam mit der Universität Aarhus eine umfassende Modellanalyse der europäischen Energienetze durchgeführt. Geschickt kombiniert, wären Einsparungen von zehn Prozent möglich. „Das Stromnetz müsste sich hierfür allerdings immer noch in etwa verdoppeln“, sagt Neumann. „Jedoch könnte dies mit höherer gesellschaftlicher Akzeptanz geschehen, wenn stark umstrittene Stromtrassen gegebenenfalls mit Hilfe des Wasserstoffnetzes umgangen werden könnten.“ Siehe dazu Neumann et al. 2023. Weitere fünf Prozent Einsparung verspricht die Kombination von Wasserstoff- und CO₂-Netzen. „In Luftfahrt, Schifffahrt und der chemischen Industrie werden auch in einer klimaneutralen Wirtschaft weiterhin kohlenstoffhaltige Grundstoffe und Kraftstoffe benötigt, selbst wenn wir unsere Energiesystem weitestgehend elektrifizieren“, erläutert Fabian Hofmann, Autor der Studie. „Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass es entscheidend ist, großflächige Infrastrukturen wie CO₂- und Wasserstoffnetze sektoren- und länderübergreifend zu planen und zu koordinieren.“
Bereits heute entsteht hier in der mitteldeutschen Region diese neue Infrastruktur: Eine neue Wasserstoffleitung führt von Lubmin (Ostsee) bis Bobbau nördlich von Bitterfeld-Wolfen. Sie soll auf 120 Kilometern von Bobbau aus über den Saalekreis und den Burgenlandkreis bis nach Rückersdorf in Thüringen erweitert werden. Ende 2029 soll die Leitung ans Netz gehen. Dr. Dirk Flandrich, Geschäftsentwicklung & Nachhaltigkeit // Business Development & Sustainability von der GASCADE Gastransport GmbH, dem ausführenden Unternehmen, gab beim C4 einen Einblick in die geplante Infrastruktur und die zeitlichen Abläufe.
Mit einem Wasserstoff-Kernnetz werden Verbrauchs- und Erzeugungsregionen für Wasserstoff in Deutschland erreicht und Industriezentren, Speicher, Kraftwerke und Importkorridore angebunden. Dieses Kernnetz soll bis 2032 in Betrieb gehen. Ein Großteil der Leitungen wird umgestellt, ein etwas kleinerer Teil wird neu verlegt.
Gascade arbeitet nicht allein, sondern hat sich mit Partnern wie Ontras und Terranets BW zusammengeschlossen, um insgesamt 1600 Kilometer Leitung auf Wasserstoff umzustellen. Das Projekt nennt sich „Flow – making hydrogen happen“.
An einer Gemeinschaftsstudie H2-Netz OST zur Entwicklung einer ostdeutschen Wasserstoff-Verteilnetzinfrastruktur arbeitet derzeit die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland. Ziel der Studie ist es, Bedarfe, Infrastrukturentwicklung und Erzeugungsperspektiven zusammenzuführen und daraus eine abgestimmte Infrastrukturperspektive für Ostdeutschland abzuleiten.
„Mit der Gemeinschaftsstudie schaffen wir einen gemeinsamen Rahmen für Ostdeutschland, um eine Wasserstoff-Verteilnetzinfrastruktur gemeinsam zu planen. Unser Anspruch ist es, Akteure aus Wirtschaft und öffentlicher Hand zusammenzubringen und regionale Perspektiven über Ländergrenzen hinweg zu bündeln. So legen wir die Grundlage dafür, dass die Energiewende ein Standortfaktor für Ostdeutschland wird“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.
Jörn-Heinrich Tobaben hat beim C4 Einblick in die geplante Studie gegeben und die Perspektive H2-Netz OST in die Diskussion einfließen lassen.
Die Sicht eines Betreibers mit sowohl regenerativen als auch konventionellen Energieerzeugungsanlagen vertrat Matthias Kunath, Geschäftsführer der enviaTHERM GmbH. Die enviaTHERM baut und betreibt in Ostdeutschland regenerative Anlagen in den Bereichen Wind, Photovoltaik, Wasser und Biomasse. Sie versorgt in Ostdeutschland derzeit rund 2.400 Kunden mit Fernwärme aus Gas- und Dampfturbinenanlagen, Heizwerken, Blockheizkraftwerken und Heizzentralen. Firmensitz der enviaTHERM ist Bitterfeld-Wolfen.
Ist das alles noch viel einfacher möglich? Windkraft ist die Technologie, die beventum im Blick hat. Das Team möchte Höhenwind in Deutschland, und zwar im Binnenland, auf ein komplett neues Level bringen. Daher wird derzeit in Schipkau, Brandenburg ein 365 Meter hohes Höhenwindrad errichtet, Vorbild für eine „zweite Etage“ in bestehenden Windparks und so ertragsstark wie ein Windrad in der Nordsee. Dr. Martin Chaumet, Scientific Director der beventum GmbH und Innovationsmanager bei der SPRIN-D, berichtete beim C4 davon, was die Nutzbarmachung neuer innovativer Windkrafttechnologien für das Mitteldeutsche Revier bedeuten kann.
Wir stellten die Frage „Wann kommt die neue Infrastruktur für unsere Industrie?“, um zu diskutieren, welche Weichenstellungen in die Wasserstoffwirtschaft führen, wie diese mit der Kohlenstoffwirtschaft verbunden sind, sich aber auch gegenseitig stören können, und ob die Nordsee quasi vor der Haustür liegen könnte. Eine spannende Diskussion ergab sich mit konkreten Informationen zum Fahrplan für die Infrastruktur der Zukunft.